Parkett oder Laminat im Eigentum?

Finden Sie heraus, welcher Boden besser zu Ihrem Zuhause in Zürich passt.

Eine Einschätzung vom Bodenprofi aus Zürich.

Heller Flur mit weissen Wänden, einem minimalistischen Kunstwerk und einem offenen Raum mit Fenster und Schreibtisch im Hintergrund.

Inhalt

Parkett oder Laminat im Eigentum? Eine Einschätzung vom  Bodenprofi aus Zürich

Als Eigenheimbesitzer:in kennen Sie das Gefühl womöglich: Man hat sich den Traum vom Haus oder der Eigentumswohnung erfüllt und nun steht auch schon die nächste grosse Frage an: Soll der neue Boden Parkett oder Laminat sein? Klar, auf den ersten Blick wirkt Laminat günstiger. Besonders wenn man sich im Baumarkt umschaut. Da stapeln sich die Pakete, und der Quadratmeterpreis ist günstiger, als Sie es für möglich halten. Das sieht verlockend aus…

Doch wer genauer hinschaut, merkt schnell: Im Eigentum zählen nicht die Anschaffungskosten, sondern die Lebenszykluskosten. Und genau hier spielt Parkett seine Stärken aus.

Anschaffungspreis vs. Lebenszykluskosten

Viele unserer Kundinnen und Kunden in Zürich schauen zuerst auf den Quadratmeterpreis. Verständlich, denn schliesslich geht es oft um viele Quadratmeter Bodenfläche.

Aber diese Rechnung greift zu kurz.

Denn Laminat hält realistisch 10 bis 20 Jahre. Danach muss es in der Regel komplett ersetzt werden. Das bedeutet Staub, Lärm, Möbel schleppen und Handwerker im Haus – eine Totalrenovation, die man nicht alle paar Jahre erleben möchte. Parkett hingegen hält 30 bis 40 Jahre. Warum? Weil es renovierbar ist. Einmal abschleifen, neu ölen oder lackieren – und schon sieht es wieder aus wie neu.

Wer im Eigentum wohnt, sollte sich also fragen: Will ich in 20 Jahren alles nochmals rausreissen, oder lieber auf einen Boden setzen, der Jahrzehnte überdauert?

Wertsteigerung der Immobilie

Ein Punkt, den viele unterschätzen, ist der Wiederverkaufswert. In Immobilien-Exposés taucht „Echtholzparkett“ regelmässig als Verkaufsargument auf. Es signalisiert Qualität und Langlebigkeit. „Laminat“ dagegen wirkt eher wie ein Kompromiss.

Ein erfahrener Makler aus Zürich hat uns einmal gesagt:

«Der Unterschied zwischen Parkett und Laminat macht beim Verkauf schnell 20–40’000 Franken Unterschied.»

Auch für Eigentumswohnungen, die vermietet werden, lohnt sich Parkett: höhere Mieteinnahmen, geringere Leerstände (zugegeben in Zürich kaum ein Argument) und ein insgesamt hochwertigerer Eindruck. Kurz gesagt: Parkett zahlt sich doppelt aus: Erstens beim Wohnen und zweitens beim Immobilienverkauf.

Alltagstauglichkeit: Robustheit im Familienleben

Wir wissen: In einem Zuhause mit Kindern oder Haustieren sieht kein Boden nach fünf Jahren mehr makellos aus. Aber entscheidend ist, wie der Boden mit diesen Spuren umgeht.

Parkett: Besonders Zwei- oder Dreischicht-Parkett mit 3,6 bis 4 Millimeter Nutzschicht lässt sich mehrfach renovieren. Kleine Kratzer verschwinden beim nächsten Abschliff, matte geölte Oberflächen sind am pflegeleichtesten.

Laminat: Kratzfest? Ja. Renovierbar? Nein. Einmal beschädigt, bleibt die Stelle sichtbar oder ganze Paneele müssen ersetzt werden. Nach einigen Jahren ist das passende Dekor oft gar nicht mehr verfügbar. Damit bleibt Laminat begrenzt haltbar, während Parkett ein Boden fürs Leben ist.

Die unterschätzten Faktoren

Ein Boden beeinflusst nicht nur, wie ein Raum aussieht, sondern auch, wie er sich anfühlt und anhört.

Laminat: Klingt oft hohl. Selbst mit guter Trittschalldämmung bleibt das bekannte „Klack-Klack“. In Eigentumswohnungen sorgt das schnell für Spannungen mit Nachbarn oder sogar mit den eigenen Mitbewohnern.

Parkett: Nimmt Schall besser auf, wirkt ruhiger und wärmer unter den Füssen. Man spürt sofort: Das ist ein hochwertiges Material, das dem Raum Behaglichkeit und Charakter verleiht.

Pflege & Alltag in der Realität

Natürlich spielt auch die Pflege eine Rolle. Laminat ist unkompliziert: feucht aufwischen, fertig. Aber wehe, es ist beschädigt: Dann hilft nur der Austausch.

Parkett braucht je nach Oberflächenbehandlung etwas mehr Pflege. Dafür haben unsere Kundinnen und Kunden die Freiheit, den Boden aufzufrischen, zu ölen oder abzuschleifen. Das ist nachhaltiger und auf lange Sicht günstiger als alle 15 Jahre ein Totalausbau.

Unsere Empfehlung als Bodenprofis?

Für Eigentum – egal ob Haus oder Wohnung – gibt es für uns nur eine klare Empfehlung: Parkett.

  1. Es steigert den Wert der Immobilie.
  2. Es hält Jahrzehnte und ist renovierbar.
  3. Es sorgt für besseres Wohngefühl und bessere Akustik.
  4. Es ist nachhaltiger und auf die Jahre gerechnet günstiger.

Laminat kann sinnvoll sein: Etwa als Übergangslösung oder in Ferienwohnungen. Doch für das eigene Zuhause gilt: Parkett ist die Investition, die sich auszahlt.

Einmal entscheiden, jahrzehntelang profitieren

Ein Boden ist die Grundlage des Zuhauses. Er prägt, wie wir wohnen, leben und uns fühlen. Wer beim Bodenbelag nur auf den kurzfristigen Preis schaut, spart am falschen Ende. Parkett ist vielleicht die teurere Entscheidung am Anfang – aber es ist die günstigere, bessere und schönere Entscheidung für die nächsten 30, 40 oder sogar 50 Jahre.

Konnten wir Ihnen mit diesem Beitrag weiterhelfen? 

Meistens braucht es mehr, als ein Blogbeitrag über Parkett vs. Laminat. Wenn Sie weitere Infos oder Vergleiche wünschen, kontaktieren Sie uns unverbindlich.

Bodenleger mit Beratungskompetezn in Zürich

Tobias Loetscher

Projektleiter

tl@projektb37.sg-host.com
+41 44 570 70 72